Die Konstrukteurin mit technischer Projektverantwortung.

Annett Wegener studierte von 2008-2013 Maschinenbau in Köthen mit Abschluss Master of Enginnering. Heute arbeitet sie erfolgreich als Konstrukteurin im Kranbau Köthen.


Warum haben Sie sich damals für das Studium Maschinenbau in Köthen entschieden?
Ich habe mich für Köthen entschieden, weil ich mein Studium an einer Hochschule mit Praxisnähe absolvieren wollte. Die Entscheidung, die Hochschule Anhalt zu wählen, wurde bestärkt durch ein positives Feedback von einem Bekannten, der den Bachelor of Engineering bereits in Köthen abgeschlossen hatte und sehr zufrieden mit den Bedingungen dort war. Die Hochschule bietet ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit allgemeiner Ausrichtung an. Durch diese Flexibilität und Vielseitigkeit konnte ich mich während des Studiums auf meine Interessen konzentrieren und hatte im Anschluss diverse Möglichkeiten für einen Berufseinstieg.

Wie haben Sie Ihr Studium hier in Köthen erlebt?
Die Gebäude sind auf dem Campus per Fuß zu erreichen. Die Hörsäle und Übungsräume sind mit modernster Technik ausgestattet. Der Bachelor teilte sich in drei Bereiche: Vorlesungen, Übungen und Praktika. Der theoretische Teil diente dem Wissensaufbau in relevanten maschinentechnischen Bereichen. In kleineren Gruppen (20-25 Studenten) wurde dieses Wissen in Übungen vertieft und während der Praktika in der Werkstatt der Hochschule erprobt. Erste praktische Kenntnisse im Drehen und Fräsen wurden gesammelt. Während der Masterstudienzeit gab es einen regen Austausch zwischen Studienkollegen und Dozenten, dabei wurde der eigene Blick an fremden Sichtweisen geschärft. Im Master gab es viele Projektarbeiten. Dort konnte das erlernte Wissen zur Lösung von praxisnahen Problemstellungen angewendet werden. Die Projektarbeit mit den unterschiedlichsten Teams war eine intensive Herausforderung im Rahmen des Studiums, sowohl inhaltlich als auch von der Dynamik der Zusammenarbeit. Praktika in Unternehmen, Exkursionen und Unternehmensbesuche gaben Einblicke in unterschiedlichste Firmen.

Wie ist es nach Ihrem Studium weitergegangen und was planen Sie für die Zukunft?
Nach dem Studium bin ich der Stadt treu geblieben und habe bei der Kranbau Köthen GmbH, bei der ich bereits meine Bachelorarbeit geschrieben habe, einen Arbeitsvertrag als Konstrukteurin unterzeichnet. In den ersten zwei Jahren wurde mir die Möglichkeit gegeben, von den erfahrenen Konstrukteuren zu lernen und erste kleinere Baugruppen selbstständig zu konzipieren. Nach der Babypause habe ich angefangen, größere Baugruppen, wie z.B. das Tragwerk eines Brückenkranes zu entwerfen. Seit drei Jahren bin ich für die Klimatisierung der Krananlagen zuständig. Für alle neuen Projekte bestelle ich die Klimageräte um die elektrischen Schaltanlagen oder auch die Kabinen zu kühlen. Im Frühjahr 2018 habe ich die Verantwortung bekommen, die technische Projektleitung für die Erstellung eines großen Portalkranes in Vollwandbauweise zu übernehmen. Technischer Projektleiter heißt, dass derjenige maßgeblich für die konstruktive Ausführung des Kranes  verantwortlich ist und dementsprechend sein Konstruktionsteam anleitet. Intern ist der technische Projektleiter Ansprechpartner für andere Abteilungen, wie z.B. Fertigung. Für die Zukunft plane ich verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen und trotzdem eine gute Work-Life-Balance zu haben.

Was verbindet Sie noch heute mit der Hochschule Anhalt und dem Fachbereich Maschinenbau?
Verbindung zum Fachbereich besteht weiterhin durch die Kooperation mit dem Kranbau. Zum Beispiel bekamen  die Studenten im letzten Jahr während einer Werksführung einen Einblick in die Fertigung der Krane. Durch die Betreuung von Absolventen während ihrer Abschlussarbeitsphase besteht weiterhin Kontakt mit den Dozenten des Fachbereichs.

Was wünschen Sie sich und Ihrem ehemaligen Fachbereich für die Zukunft?
In Zukunft wünsche ich mir eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich und der Kranbau Köthen GmbH in den Bereichen Förder- und Hebetechnik, insbesondere zur Wartung des Kranes. Ich wünsche der Hochschule viele wissbegierige Studenten, die sich durch ihr Studium kämpfen und danach mit ihren alten Kommilitonen und dem Fachbereich vernetzt bleiben. Ich hoffe, zukünftig Absolventen der HS Anhalt bei Kranbau Köthen begrüßen zu dürfen.